B(L)OGBUCHEINTRAG, Markus J. Langholf, Sommer 2022

In Folge des 3. Corona Pandemie – Jahres hören wir in unseren eigenen privaten und beruflichen Kreisen immer wieder Sätze wie „Ich bin so erschöpft, obwohl ich gar nicht mehr getan habe.“ „Ich kann an und für sich nicht meckern, aber nur funktionieren zu müssen ist mir zu wenig Lebensqualität. Meine Seele ist vom Alltag müde.“ „Ich fühle mich von den täglichen Verpflichtungen manchmal erdrückt und habe Angst nicht mehr genug Kraft zu haben.“ „Ich bin körperlich gesund, aber ich fühle mich seelisch schwach.“ „Ich will endlich mal nichts mehr „müssen“ müssen und sehne mich nach einer Auszeit, die ich mir nicht leisten kann.“ „Die ganzen Krisen machen mir Angst und an manchen Tagen fällt es mir neuerdings schwer aus dem Bett zu kommen.“ „Manchmal überfallen mich innere Schwäche, fast Panik und Ohnmacht, wenn ich an die Zukunft denke.“ „Ich habe früher nie Schlafstörungen gehabt, aber seit der Pandemie haben sich Einschlaf- und Durchschlaf-Störungen eingeschlichen. Deshalb fühle ich mich im Alltag nicht mehr so belastbar.“ „Ich habe zu viel von anderen Menschen gehört, aufgenommen und noch nicht verarbeitet. Ich fange an mich mehr zurück zu ziehen. Ich habe Angst Menschen zu verlieren, als Egoist wahrgenommen zu werden und muß lernen mich abzugrenzen von der negativen Stimmung vieler Menschen. Dieser Konflikt zwischen meinen widersprüchlichen Bedürfnissen nach Abgrenzung und Zugehörigkeit ist schwer für mich auszuhalten.“ „Ich kann nicht mehr. Irgendetwas muss sich ändern, irgendetwas muß ich ändern, ich weiß gerade nicht, was hier passiert und was ich noch machen kann und das verunsichert mich.“ „Ich habe Angst die Kontrolle über mich und mein Leben zu verlieren. So eine Zeit haben wir doch alle noch nicht erlebt.“ „Ich habe Angst mit anderen Menschen über diese neuen Erfahrungen, Schwächen und Ängste zu sprechen und von professionellen Helfern ein Schild mit einer Diagnose um den Hals gehängt zu bekommen, die mir aber seelisch nicht weiter hilft neue Kraft, einen Sinn und Freude in meinem Leben wieder zu finden.“

Ja, was ist denn hier los? Ist das doch noch unser Land? Werden wir jetzt zu einem Land von Wohlstands-Weicheiern, die sich darüber beschweren, dass es keine Vollkasko-Versicherung gegen Klimakatastrophe, Pandemien, Krieg und Inflation gibt? Muß Deutschland auf die Couch?

Das oben gezeichnete Stimmungsbild aus dem sozialen Mittelstandsmilieu eines Pädagogen- Ehepaares ist natürlich sehr subjektiv und nicht repräsentativ. Bemerkenswert ist dennoch, dass viele gesellschaftlich aktive und gut vernetzte Multiplikatoren aus unserem Umfeld von ganz ähnlichen Lebensäußerungen und seelische Zustandsbeschreibungen der Erschöpfung von weiteren Menschen aus ihren eigenen Lebenskreisen und deren unterschiedlichsten Berufsfeldern erzählen können. Auffallend ist jedenfalls auch, dass die obigen zufälligen Eingangszitate zum Thema „Erschöpfung“ auch und vor allem von nicht zuvor an Corona erkrankten gesunden Menschen stammen.

Nicht nur unser Planet Erde ist von den ökologischen Folgen westlichen Lebensstils in seinen Ressourcen immer schneller geschwächt und bedroht, sondern als habe ein gruselig unsichtbarer globaler Virus wachsende Anteile der Menschheit heimlich mit Nervenleiden, Antriebsschwäche und depressiven Phasen infiziert, greift Erschöpfung um sich weit und breit. Der neue Apokalypse-Blockbuster aus Hollywood: Die Population eines ganzen Planeten geht elendig zu Grunde, weil sie aus dem Tierreich von einem Virus infiziert wurde und vor lauter chronischer Erschöpfung und bleierner Müdigkeit nicht mehr tief genug atmet, nicht genug Sauerstoff aufnimmt und langsam qualvoll erstickt. Überall röchelt es nur noch. Die bösen „Monster-Gähnen“ fallen über uns her! Aber mal im Ernst: Können wir, nicht nur physisch und biologisch, sondern, wenn wir noch eine „metaphysische“ seelische Dimension dazu denken, noch richtig tief atmen und „aus ganzem Herzen“ auch seelisch durchatmen und uns frei, unbeschwert und voller Zuversicht fühlen?

Corona – Covid 19 ist selbst ja auch eine Erkrankung, welche die Lunge und Atemwege angreift und schwächt. (rki.de) Und nicht nur wer selbst schon Corona gehabt hat und nach einer Erklärung sucht, warum er nur sehr langsam und mühsam wieder zu Kräften kommt, kann der Website longcovid-info.de von der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ entnehmen, dass das „Fatigue-Syndrom“ mit Zuständen geringerer Belastbarkeit, Schwäche, Kurzatmigkeit und Erschöpfung explizit zum Kanon der Symptome von „Long Covid“ gehört. Aber man muss ja auch gar nicht selbst an Corona erkrankt gewesen sein, um in dieser Zeit unter physischen, psychischen und geistigen Erschöpfungs-Zuständen zu leiden. Auch durchaus psychisch robuste westfälische Naturen („Wie geht es ? Muß ja!“) und selbst rheinische Frohnaturen („Et hätt‘ noch emmer joot jejange.“) mit ausgeprägtem Interesse für die Zeitläufe und intaktem zwischenmenschlichem Einfühlungsvermögen, können aus ihrer regionalen Lebenswirklichkeit nachvollziehen, dass eine ständige Existenz im medialen und digitalen Daueralarm über multiple globale Krisen der Klimaerhitzung, Krieg, Pandemie und Inflation sie an die Grenzen ihrer psychischen Widerstandskräfte bringt. Da braucht es manchmal nur noch eine einzige zusätzliche schwierige private oder berufliche Situation damit Erschöpfungszustände entstehen können.

Aus der Praxis und Erfahrung von 30 Jahren Releasing Ausbildungen möchte ich deshalb zwei sehr tief liegende, versteckte unterbewußte Ursachen für einige der aktuellen seelischen Erschöpfungs-Zustände der Menschen in unserer Zeit benennen, die für Einige vielleicht auch Anlass für tieferes Verständnis, Selbsterkenntnis und Aussöhnung mit Euch selbst sein können:

  1. Erschöpfung als Ausdruck von Überlastung eines nicht mehr zeitgemäßen Selbstbildes und Festhaltens an der Vorstellung eines „persönlichen, menschlichen Ich-Bewusstseins“ und als Einladung DEMUT zu üben, Stolz loszulassen und Erschöpfung in HINGABE an das wahre Selbst zu verwandeln. Der verstorbene Psychologe, Psychiater und Autor Dr. Dr. David R. Hawkins hat als Grundlage seines beeindruckenden Lebenswerkes eine „Skala der Ebenen menschlichen Bewusstseins“ formuliert. („Die Ebenen des menschlichen Bewusstseins“ VAK und „Erleuchtung ist möglich, wie man die Ebenen menschlichen Bewusstseins durchschreitet.“ sheema.de) Dabei unterscheidet er u.a. zwischen „animalischem“, „menschlichem“ und „spirituellem“ Bewusstsein. Während nach David R. Hawkins das animalische Bewusstsein evolutionär vom Modus des „Habens“ und das menschliche Bewusstsein durch den Modus des „Machens“ charakterisiert sei, entwickle sich unser menschliches Bewusstsein evolutionär in Richtung eines so genannten „spirituellen Bewusstseins“, eines Bewusstseins mit Herz und wachsender Liebe, ein Bewusstsein des „Teilens“ von Liebe und des gemeinsamen „Dienens“ der Liebe und des Lebens. Die Herausforderung besteht darin den falschen Stolz und Kampf des „alten menschlichen personalen Ich-Bewusstseins“ um seinen Status, um seine Deutungshoheit und um seine „Kontrolle“ zu durchschauen, loszulassen, sich wie ein Kleinkind der Mutter der Liebe im eigenen Herzen anzuvertrauen, sich „fallen zu lassen“ und sich der Präsenz, der Intelligenz, Inspiration und Führung durch das „Höhere Bewusstsein“, respektive durch die „Seele“, respektive durch das wahre „Selbst der Liebe“ anzuvertrauen. So gesehen kann Erschöpfung eine Einladung zu Bewusstseinswandel durch Herzöffnung und Hingabe an das wahre „Selbst der Liebe“ sein. Anstatt seelische Schwäche zu bekämpfen, können wir uns auch davon berühren lassen, demütig und verständnisvoll gegenüber uns selbst sein und Gefühlen wieder Raum geben.
  2. Erschöpfung als Ausdruck unterbewußter seelischer Überlastung aus dem „kollektiven Unterbewusstsein“ von Menschen mit viel Empathie, Liebe und entwickeltem Bewusstsein.
    Menschen, die besonders sensibel, „hypersensibel“, sensitiv oder intuitiv sind, Menschen, die schon lange menschlichen Werten und religiösen Idealen dienen und sich dem Wachstum von Bewusstsein verpflichtet fühlen, können sich so sehr in Richtung unpersönlicher, bedingungsloser Liebe entwickelt haben, dass sie aus dem „kollektiven Unterbewusstsein“ besonders nachts so viel Impulse anderer Seelen empfangen, dass es nicht verarbeitet werden kann. Das lasse ich jetzt los!

    Viel Spaß dabei jetzt mit unseren Anstiftungen zum Loslassen und unserer Sommer-Playlist!

    Sich gar nicht mehr zu freuen ist auch keine Lösung!
    Mit Liebe, M & A Langholf, Cap Sizun, 15.7.2022

Anstiftungen zum Loslassen zum Thema „Erschöpfung“ von Markus Langholf

  1. „Erschöpfung“ sensibler, „hypersensibler“ und sensitiver Menschen:

Ich lasse los mich von meiner eigenen Sensibilität überfordert zu fühlen, Gefühle anderer Menschen aufzunehmen und zu tragen, die diese Menschen selbst nicht fühlen (wollen).

Ich lasse los, den Konflikt zwischen meiner grundsätzlichen Absicht anderen Menschen mit Liebe zu begegnen und zu helfen wo ich kann und dem Gefühl der seelischen Überforderung durch die Dauerbelastung der Menschen in meinem Umfeld durch die Krisen von Klima, Pandemie, Krieg und Wirtschaft. Ich lasse los mich zu lange in der Gegenwart emotional nicht erwachsener, negativ gestimmter Menschen aufzuhalten.

Ich treffe eine Entscheidung mich zu erinnern, dass ich zuerst nur für mich selbst verantwortlich bin, mich selbst schützen und für mich selbst sorgen muss um anderen Menschen helfen zu können.

Ich lasse los das Gefühl mit meiner Seele Tag und Nacht nicht mehr zur Ruhe zu kommen,
körperlich nachts nicht mehr genug zu regenerieren und nicht mehr tief genug zu schlafen um mit meiner Seele diese Welt und den Körper in höhere Dimensionen verlassen zu können und mit meiner Seele vom Licht Gottes regeneriert und inspiriert zu werden.

Ich lasse los die Erlaubnis, die ich in der Vergangenheit anderen Seelen, insbesondere aus meiner Vergangenheit, aus meiner Familie und aus meinem Umfeld gegeben hatte, Tag und Nacht in Gedanken zu mir zu kommen, ihre seelischen Lasten bei mir abzuladen, mein Licht und meine Kraft zu nutzen und mich dafür verantwortlich zu machen, wie es ihnen geht.

Ich treffe eine neue Entscheidung meine Seele, mein Sein, meine Ausstrahlung und mein ganzes Energiefeld zu reinigen, alle fremden Gedanken, Gefühle und Einflüsse übergebe ich dem Licht Gottes und ich visualisiere dieses Licht und umgebe mich damit. Ich bringe mein ganzes Energiefeld in Übereinstimmung mit dem Licht und ich umgebe mich damit.

Ich lasse los die Angst, dass mir nahe stehende Seelen in diesen neuen kritischen Wendezeiten auf ihre eigene Schattenseite hören könnten, die Kräfte der Dunkelheit wählen könnten, sich selbst zerstören könnten und ich diese Menschen und ihre Seelen an destruktive Kräfte der Dunkelheit und des Ungleichgewichtes verlieren könnte, wenn ich nicht für sie ihre seelischen Lasten trage und mich für sie opfere.

Ich lasse los mich von dunklen Stimmen diffuser Ängste erpresst zu fühlen, dass Seelen meiner Lieblingsmenschen etwas passieren könnte, wenn ich meine Überverantwortung für sie loslasse und ich mich nicht mehr programmieren und erpressen lasse, dass das angeblich mein Schicksal und Karma sei und dass ich für sie verantwortlich sei.

Ich lasse meine seelische und spirituelle Überverantwortung für andere Menschen und ihre Seelen los. Ich lasse los auch alle unterbewussten Programme aus meiner Vergangenheit in diesem Leben und aus meiner ganzen Seelengeschichte, dass ich wie Jesus Christus das Leiden der Menschheit und anderer Seelen, die ich liebe, auf mich nehmen und tragen müsse, bis ich nicht mehr kann und zugrunde gehe und sterben könnte wie ein Märtyrer um so Jesus Christus zu folgen. Das lasse ich los! Ich kann nicht mehr. Ich muss auch nichts mehr können und machen. Ich lasse los und erbarme mich.

  1. „Erschöpfung“ als Einladung zum Bewusstseinswandel von personalem zu seelischem Bewusstsein:

Ich lasse los meine Widerstände gegen meine Widerstände gegen die Gefühle körperlicher, psychischer und seelischer Schwäche, Hilflosigkeit und Erschöpfung, gegen meine Ängste vor Erkrankung, Zusammenbruch, „Burn Out“ und „Depression“. Ich treffe eine neue Entscheidung ehrlich zu mir selbst zu sein und mir privat und/oder auch professionell Hilfe durch Seelsorge, Therapeuten und Ärzte zu holen, wenn der Leidensdruck so groß ist, dass ich befürchte, dass ein Urlaub zur Regeneration nicht genügt.

Ich lasse los meine Wut auf das Leben auf der Erde, in dieser Zeit, in dieser materiellen äußeren Welt, in diesem Körper, in dieser Inkarnation. Ich lasse los mich selbst abzulehnen für meine Widerstände und meine Wut auf mein Leben und ich lasse los stärker sein zu wollen als meine wahren Gefühle. Ich lasse los Angst vor der 3. Dimension.

Ich lasse los das Gefühl, dass mir das Leben nicht das gibt, was ich brauche. Ich lasse los mich vom Leben und meinen Verpflichtungen in der äußeren Welt überwältigt zu fühlen. Ich lasse los mich von meinen Verpflichtungen in der äußeren Welt zu einem Leben gezwungen zu fühlen ohne gefragt worden zu sein, ob ich dieses Leben führen möchte.

Ich lasse los nicht zu wissen wohin mit dieser dunklen Wolke um mich herum und mit ihren negativen verwirrten Gedanken und frustrierten Gefühle über mich und mein Leben: Soll ich ankämpfen gegen dieses dunkle Energiefeld, soll ich es verleugnen, soll ich davor fliehen und versuchen davon zu laufen oder soll ich es ertragen wie ein Märtyrer bis ich nicht mehr kann und sterben muß? Ich treffe eine Entscheidung hinzuschauen & loszulassen. Ich lasse jetzt los nicht zu wissen wohin mit meinen Gedanken und Gefühlen, „dass ich nicht mehr kann“ und an wen ich mich wenden soll und wem ich vertrauen kann.

Und ich erinnere mich, mich selbst zu belügen, Flucht, Kampf, Selbstmitleid und Selbstzerstörung sind keine Lösung. Ich lasse jetzt los davon zu laufen vor meiner Angst zu schwach für diese Welt und dieses Leben zu sein, ich lasse los davon zu laufen vor Schwäche körperlich und psychisch krank, arm und einsam werden zu können und diesen physischen Körper verlassen zu müssen, bevor der natürliche Zeitpunkt dafür gekommen ist! Ich lasse jetzt meinen ganzen Stolz los alles allein schaffen zu müssen.

Ich lasse los mich zu schwach zum Leben und zu stark zum Sterben zu fühlen und nicht zu wissen wohin mit mir und wonach ich mich orientieren kann. Und ich treffe jetzt eine neue Entscheidung mich zu erinnern, dass ich nichts fürchten muß! Was ich fürchte und deshalb verdrängt und bekämpft hatte, bleibt bestehen. Ich aber bin nicht nur mein sterbliches physisches und mein persönliches menschliches Bewusstsein. Ich habe von meinen Eltern diesen Namen und physischen Körper und ich sammle in diesem Körper viele Erfahrungen in der linearen, relativen vergänglichen materiellen Realität. Aber ich bin nicht mein Körper und meine Erfahrungen!

Ich bin verbunden und bin eins mit dem Licht der Liebe meines inneren Bewusstseins. Ich bin ein geistiges Wesen, eine Seele und meine Seele ist nicht von dieser Welt. Ich lasse los den Kampf gegen mein wahres Selbst, gegen meine Seele, gegen die Liebe, die ich in Wirklichkeit bin.Und ich wähle jetzt Mut zu schöpfen aus der Liebe in mir um mir mit Liebe die dunkle Wolke meiner Gedanken und Gefühle und Ängste vor Veränderung anzuschauen und sie loszulassen. Nicht ich muß machen – das Göttliche handelt durch mich. Ich ergebe mich der Liebe, die ICH BIN! Alles geschieht von selbst. Ich vertraue dem Wandel. Ich öffne mich für MICH! I surrender to the Love of God, to the LOVE I AM.“

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