Zum 100. Geburtstag von Dr. E. „Isa“ Lindwall:

„Grundloses Glück – Wir tragen die Erleuchtung
unter dem Herzen und wissen es nicht.“

„Frühlingszeit“, „Osterferien“. Kennst Du diese Worte noch?
Als würden die Finger über der Tastatur spontan erstarren, der Speichel verdunsten, die Zunge verdorren und die Kehle trocknen beim Versuch diese Worte auch nur still in Gedanken zu formulieren, geschweige denn zu wagen, sie auszusprechen, so atemberaubend schnell und gruselig verschieben sich die Bedeutungen und Assoziationen doch, die unausgesprochen mitschwingen, wenn wir diese Vokabeln aus dem Herz – Erinnerungsbuch unserer Kindheit zum Klingen bringen. Frühling? Ostern? War da nicht irgendwas mit maximal 20 Grad im Schatten, Osterglocken, Schokoladeneiern, Dankbarkeit und Freude über neues Grün in allen Facetten, Festtage mit Kirchenglocken, Träumen von der Auferstehung und zweckfreien Ferien- und Ausflugstagen, mit der Familie ab in die umliegenden Parks, Zoos und Naherholungsgebiete, noch ganz ohne den Stress des Sommers, dem Körper ein neues Design zu verpassen oder zu jeder Jahreszeit mit Photoshop die beste vegane Pizza der Region zu entdecken und für Instagram zu inszenieren?

Vielfach ist im Netz, den Feuilletons und Kultursendungen analoger und digitaler Medien beschrieben worden, wie unsere Zeit durch die Eskalation der ökologischen Krise und durch die Bedrohung des friedlichen und freiheitlichen politischen Gefüges der westlichen, insbesondere auch der europäischen Gesellschaften, in ihren bislang verbindenden und verbindlichen demokratischen Werten bedroht ist. Im Jahr 2019 ist tatsächlich Schluß mit naiver, kindlicher und hedonistischer Entspannung zur Frühlingszeit. Stattdessen steht zur Osterzeit nunmehr eine neue spannende Frage auf der Agenda von urlaubsreifen Eltern, Schülern, existenziell bedrohten Landwirten und zu heiß gebadeten Frühstücks – Fernsehen – Meteorologen: Schaffen wir bis Ostern schon die 30 Grad? Na, Kinder, was wird das für ein Badespaß?!

Und der Frühling wartet dann sogleich mit noch einem neuen Thriller auf unsere geschätzte Aufmerksamkeit: Verschieben sich die Machtverhältnisse in Europa weiter aus der – zumindest in Deutschland total erschöpft wirkenden, demokratischen Mitte – in Richtung rechten Rand, Sabotage und Gefährdung des mit Millionen Toten erstrittenem politischen Vermächtnis unserer Eltern und Großeltern? Wer nicht wählen geht und wer seine Stimme auch sonst im gesellschaftlichen Alltag nicht nutzt, um bloß keine „Likes“, „Follower“, „Wählerstimmen“ zu verlieren, und Gefahr zu laufen sich unbeliebt zu machen, braucht sich dann auch eines Morgens nicht zu wundern, wenn still und heimlich über Nacht die Freiheit nicht mehr mit uns aufsteht und erwacht.

„Releasing & Beyond“ nach Dr. E. & R. Lindwall und Dipl. Kultpäd. M. & A. Langholf ist eine einzige Hommage an die Freiheit. In diesen Tagen, am 5. Mai 2019, wäre Dr. E. „Isa“ Lindwall 100 Jahre geworden. „Freisein durch Loslassen“ war schon zu Lebzeiten von Dr. Lindwall das Motto der Releasing – Arbeit und seines eigenen Lebens.

Gerade in Zeiten, in denen die weltliche gesellschaftliche und politische Freiheit alles andere als selbstverständlich ist, brauchen wir immer mehr starke Persönlichkeiten und Menschen, die auch innerlich, nämlich emotional, mental und seelisch frei und unabhängig von den negativen Erinnerungen, Gewohnheiten, Gedanken und Gefühlen ihrer Vorfahren, genauso wie von den Meinungen und Erwartungen ihrer Umgebung sind.

Gerade aber die Praxis des Loslassens nicht erlöster seelischer Erinnerungen und daraus resultierender charakterlicher Schwächen und entsprechender negativer Gewohnheiten im Verhalten, Denken und Fühlen mit Hilfe von Releasing zeigt: Freiheit ohne bedingungslose Liebe gibt es nicht! Ausschließlich die „Seins- und Bewusstseinsqualitäten“ von bedingungslosem Mitgefühl und Liebe bergen in sich die Kraft und Macht aus „höheren Ebenen des Bewusstseins“ (Dr. David R. Hawkins) negative, nämlich „ungleichgewichtige“ physische, psychische und geistige Zustände zu akzeptieren, zu integrieren, zu verwandeln und aufzulösen.

Und gerade Dr. E. „Isa“ Lindwall als Begründer der Releasing – Arbeit wußte auch und wurde nicht müde zu wiederholen: Manchmal reicht das Loslassen allein noch nicht um neues seelisches Gleichgewicht und inneren Frieden finden zu können. Manchmal bedarf es auch einer tiefen, neuen und bewußten Wahl „bedingungsloses Mitgefühl und Liebe mit allem Lebendigen“ als den eigenen Wesenskern anzunehmen, sich ihm zu öffnen und hinzugeben.

Dann dämmert von Innen eine neue Morgenröte heran und jenseits von Worten und Gedanken findet neues Sehen und Verstehen statt, was damit gemeint sein mag, dass wir die Erleuchtung „unter unserem Herzen“ tragen.

Dieses „Erwachen“ im inneren Licht der Freiheit bedingungsloser Liebe erfahren seit vielen Jahren in jedem Jahr mit Hilfe von Releasing und Markus & Angela Langholf mehr Menschen auf ihre ganz eigene Weise im Sommer auf dem Cap Sizun im Sonnenlicht des Finistère in der südwestlichen Bretagne, einem sehr alten heiligen Ort der Kraft, den auch Dr. Lindwall geliebt und wiederholt besucht hat. Mit „Loslassen“ durch Releasing nach Dr. E. „Isa“ Lindwall packen wir hier, wie in Deutschland, Österreich und an vielen andern Orten auch, das ganze Jahr die „goldenen Ostereier“ endlich wieder leuchtender Seelen aus 😉

Zum 100. Geburtstag von Dr. Lindwall grüßen wir Ostern 2019 alle beharrlichen Wahrheitssucher und Liebenden des Releasing mit dem folgenden Gedicht „Grundloses Glück“ und laden Euch von Herzen ein, mit uns dann auch im Sommer auf dem Cap Sizun „Amazing Grace with Releasing“, 25 Jahre Markus & Angela Langholf, sowie Euch SELBST und Eure eigenen Festtage mit uns nachzuholen und zu feiern!

Der türkisfarbene Atlantik, die Sonne im Finistère, über 200 qm Hochzeitssaal und 3300 qm Garten zum Feiern, Loslassen und Erholen erwarten Euch: www.geliebtes-cap-sizun.eu


Grundloses Glück

Loslassen müssen wir mit dem ersten Atemzug bei der Geburt bis zum letzten Atemzug auf dem Totenbett in jeder biographischen Phase ein Leben lang. Unabwendbare Selbstverständlichkeit, die gerade die nicht hören können, die meinen, immer schon alles verstanden zu haben, noch bevor der laufende Satz zu Ende ist.

Hören ist loslassen, denn es setzt die Bereitschaft für das Offene voraus. Wer kann schon Stille aushalten und Loslassen wollen?

Und was sollte wohl jenseits des Loslassens sein? Gibt es Grundloses Glück? Es gibt immer einen Grund für Leiden, aber was bedeutet Grundloses Glück?

Was ist Glück schon anderes, als ein landläufiger Sammelbegriff für jene paar Nuggets persönlichen Erfolges, die wir mit unserer Existenz kämpfend, mühsam der Welt abtrotzen bis sie spätestens selbst hinter dem Horizont der klügsten Lebensplanung mit den Winden und Stürmen des Schicksals zu Staub verwehen? Grundloses Glück ist schlicht unvorstellbar für uns Alles ergreifende und kaum noch einmal ergriffene Zeitgenossen. Nicht grundlos, sondern bodenlos ist allein unsere Angst, dass da nichts sein könnte am Ende unserer letzten Tage, keine Hand, kein Freund, keine Familie, keine Geborgenheit und auch keine tragende Liebe, keine Vergebung, kein Sinn, kein großer Geist, kein Gott, kein Sein – nichts und niemand als ein einziges Nichts. Gäbe es doch nach dem Tod O bitte lieber Gott dort wenigstens unser Handy und das Internet noch…

Und wenn Leben von der Geburt durch alle Lebensphasen bis zum Alter und dem Sterben vor allem im Loslassen lernen besteht, was könnte denn dann wohl noch jenseits des Loslassens sein? Verbirgt das, was uns als bodenloser Abgrund der Sinnlosigkeit und des Nichts erscheint, wohlmöglich doch ein Geheimnis, dass den Mut und die Mühe eines lebenslang geduldigen Herzens lohnt?

Und kann und will und darf ich dem eigenen Herzen überhaupt noch vertrauen, nach all den Täuschungen, Widersprüchen und Brüchen, bei denen selbst die Instanz des Herzens Partei in Kämpfen und Kriegen, Opfer von Verführung und Gegenstand von Verblendung war? Der Leitspruch „Folge Deinem Herzen!“ ist immer gut gemeint, oft naiv, manchmal seicht, selten beziehungstauglich und niemals genug ohne Demut gegenüber dem Schatz der Erfahrungen der Vorfahren und die Bereitschaft fortwährend von Allem Abschied zu nehmen.

Wer vermag denn trotz aller Enttäuschungen noch ganz auf sich allein gestellt, dem eigenen Herzen solange zuzuhören, bis ihn im Hören zu sein genügt?

Sein ist genug.

Das Herz der Liebe ist nicht von dieser Welt. Es ist nicht unser Herz. Wir sind in ihm. Jede und jeder auf seine ihm ureigene einzigartige Weise. Kontakt ist möglich. Wackelkontakt zunächst. Loslassen bis die Sonne durchbricht!

Und doch werden dies nur wohlfeile Wünsche und Sprüche bleiben und die Erlösung und Befreiung durch allumfassende Liebe nur ein weiterer sentimentaler Traum, so lange wir nicht die Bedingungen unserer persönlichen Liebe einsehen, lösen und durchschauen. Bedingungslose Liebe ist in dieser Welt paradoxerweise untrennbar mit der Bedingung der Aufrichtigkeit gegenüber uns selbst verknüpft. Grundloses Glück?

Wir tragen die Erleuchtung unter unserem Herzen
und wissen es nicht.

Markus Langholf

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